Officium

Angst vor der Ungerechtigkeit, der ich angehöre. Angst vor der Verantwortung, in die mich diese Ungerechtigkeit führt. Es kam plötzlich aber nicht unerwartet Dieser Tag musste geschehen. Am Ende holt dich dein eigener Prozess ein und stellt dich vor das Gericht. Und obschon das Schicksal lange bekannt war, sind meine Lungen voller Eis. Unfähig zu sprechen, schweige ich. Langsam schleicht sich die Dunkelheit der Zeit an mich heran, um mich vor vollendete Tatsachen zu stellen, deren Folgen das Universum in mir umkrempeln sollen. Ja, ich wusste dass dieser Tag kommen wird. Ja, ich hätte es irgendwie verhindern können. Ja, ich floh aus meiner Verantwortung und ein gottverdammtes JA, die Fluchtgefahr besteht weiterhin. Das Leben, das ich führe, ist weit genug weg davon. Weg von allem. Und dennoch holt es mich ein, egal wie weit weg ich es noch schaffe. Keine Entschuldigung rechtfertigt meine Schuld. Aber dennoch die die Furcht davor zu groß, zurückzukehren und meine Strafe anzutreten. Zu tief geht mir der Schmerz, auch nur beim leisesten Gedanken daran. Allem zum trotz, in dieser dunklen Winternacht, ist mein Verstand klar genug zu wissen, dass alle Flucht vergebens, dass selbst alle Furcht vergebens ist. Vor der eigenen Verantwortung kann man nicht fliehen...

5.2.15 18:33

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